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1. GEGENSTAND

Die Multiplikation von Best Practices ist das Paradebeispiel von globalen Projekten. Das Aufsetzen, Durchsetzen und Abschliessen eines solchen Projektes stellt einen Sonderfall innerhalb der Theorie und Praxis des Projektmanagements dar und wird gegenwärtig von der entsprechenden Literatur – etwa vom Guide to the Project Management Body of Knowledge des US-amerikanischen Project Management Institute – wenig behandelt. Die nachstehenden Ausführungen haben zum Ziel, diese Lücke etwas zu schliessen. Sie beruhen auf fünf globalen Umsetzungen, die zwischen 1995 und 2010 vom Verfasser im Holcim Konzern geleitet wurden.

Die Abbildung zeigt schematisch fünf Hauptprojektschritte bei der Erarbeitung und Multiplikation von Best Practices und – im unteren Teil – drei wesentliche Unterstützungsfunktionen. Am Anfang jedes Projektes steht die Initialisierung, deren Resultat in der Regel ein Konzept für eine Best Practice ist. Auf Grund dieses Konzeptes gilt es, die Best Practice im Detail zu entwickeln und anschliessend – vor der Multiplikation – auf ihre Funktionstüchtigkeit zu testen. Es folgen die Einführung und nachher der oft stiefmütterlich behandelte Abschluss. Alle diese Schritte werden durch die Unterstützungsfunktionen geleitet (Projektmanagement) oder begleitet (IT, organisationales Lernen). Die Zahlen in der Abbildung verweisen auf die zehn Themen des Abschnittes 13.4. des 13. Kapitels im Buch «Controlling als Inhouse-Consulting» (Springer Gabler 2012).


2. MÖgliche Beratungsleistung